Sachsentour 2005 (Artikel an die Idsteiner Zeitung)

Vom 10.-18. September waren die Idsteiner Radsportler wieder auf Tour. Diesmal war Chemnitz Start und Ziel einer Sachsenrundfahrt. Unter Leitung des aus Chemnitz stammenden Vereinskameraden Armin Geißler führte die erste Etappe zunächst hinauf auf Schloss Augustusburg von da weiter über Freiberg, Meißen und Jagdschloss Moritzburg nach Dresden. Die sächsische Hauptstadt wurde unter sachkundiger Führung per Fahrrad erkundet: Frauenkirche, Semperoper, Zwinger, Gläserne Manufaktur von VW und Elbufer sind schon eine Reise wert. Elbaufwärts über Pirna führte der Weg hoch auf die Bastei im Nationalpark Sächsische Schweiz, wo der Sponsor der RSV-Idstein - die Firma sto – zu einem Picknick eingeladen hatte. Weiter über Bad Schandau, das malerische Kirnitzschtal und Königstein folgten bis zum 2. Etappenziel, dem Wintersportort Altenberg noch einige Steigungen, die von den 17 Teilnehmern, unter denen sich auch wieder eine Dame befand, (fast) ohne Murren bewältigt wurden. Im mittleren Erzgebirge lockte das Spielzeugdorf Seiffen (siehe Foto) mit einer interessanten Besichtigung in einer Schauwerkstatt. Über Annaberg-Buchholz führte die Strecke dann nach Schwarzenberg-Crandorf, wo die Gruppe für zwei Tage Quartier bezog. Der erste Tag führte mit einer sehr anspruchsvollen Tour über den höchsten Berg Sachsens, den 1214 m hohen Fichtelberg, nach Karlsbad in Tschechien. Am zweiten Tag wurde wegen Dauerregens auf Radaktivitäten verzichtet und stattdessen eine Likörfabrik in Lauter und das ehem. Uranbergwerk Pöhla besichtigt. Der letzte Tag diente der Rückkehr nach Chemnitz, das dann nach ca. 600 km und etwa 8000 Höhenmetern am frühen Samstagnachmittag erreicht wurde. Eine Woche mit neuen Eindrücken stillte Wissensdurst und stellte bei Steigungen von bis zu 16% hohe Anforderungen an die Radlerbeine. Nach gelungener Fahrt ohne Unfall (aber einigen unvermeidlichen "Plattfüßen") waren die Idsteiner Radler zum Saisonausklang sehr zufrieden.