Limes-Tour 2006

Der Morgen ist noch jung, als mit förmlich quietschenden Reifen der Wagen von Peter auf dem Sandparkplatz des restaurierten Limes-Wachturmes bei Dasbach zum Stehen kommt. Burkhard und Anette sind schon da und machen das Mountainbike von Burkhard startklar. Schutzbleche ja oder nein - das ist hier die Frage. Das Wetter weis noch nicht so recht, was es mit uns vorhat. Da es die letzte Woche eigentlich nur geregnet hatte, wären die Steckbleche angeraten... Ok, mein Rad bleibt ohne, Burkhards ist "mit" - und los geht´s.

Wir folgen dem Limes-Wanderweg Richtung Engenhahn. Der Weg hat alles zu bieten: von breit und gut befestigt bis Singletrail und Narben tiefer Schlamm - perfekt. Das Wetter wird zum Mittag immer besser. Wir haben uns mit Peter - der wegen seines Wadenbeinbruches nicht aktiv mit radeln konnte und uns als Service-Wagen begleitet - in der Gegend um Holzhausen verabredet. Nachdem wir uns am "Otto-Museum" gefunden haben, tischt uns Peter sein Picknick auf - lecker Brötchen, Wasser, Limo, Kaffee, Stückchen - kurz: "Wie eine Mutter zu ihren Kindern".

Schluss, wir sind nicht zum Essen hier, also wieder aufs Rad. Bei mittlerweile bedecktem Wetter setzen wir unsere Fahrt Richtung Bad Ems fort. Das GPS übernimmt immer mehr die Führungsrolle. Im dichten Blätterwald setzt erwartungsgemäß die Satellitenunterstützung aus. So halten wir uns eben am römischen Schutzwall, der sich gut sichtbar durch die Natur zieht.

Oberhalb von Arzbach wollen wir nicht wie geplant die Straße nehmen und improvisieren eine Geländeabfahrt. Wir tauchen in einen Dschungel ein, den wir nicht erwartet hatten. GPS-Navigation ist hier nicht möglich. Also nach Gefühl und ab durch die Mitte. Wir fahren grob nach GPS + Kompass und stoßen nach einigem Hin und Her auf die B49 und folgen ihr ein kurzes Stück. Durch Horessen und dann Richtung Bannberscheid - unsere Übernachtungsstation.

Mit einer Punktlandung (geplant:18:00 Uhr è ist: 18:00 Uhr) erreichen wir unser Nachtlager – in Bannberscheid. Peter ist schon da und hat die Formalitäten schon erledigt. Wir können die Bikes gleich verstauen und unter die Dusche springen.

Sauber und zufrieden können wir unser Abendessen bestellen. Draußen plätschert der Regen – das soll so die ganze Nacht weitergehen …

… nach verregneter aber ruhiger Nacht, sitzen wir am Frühstückstisch. Das Wetter ist nicht gerade einladend – aber jetzt aufgeben – N E I N, es wird nicht gekniffen. Wofür haben wir sonst die Regenklamotten mitgeschleppt?! Alles verstaut und mit Peter einen Treffpunkt in Niederbrechen ausgemacht – und ab durch den Regen. Der Regen ist ausdauernd – wie wir.

Kurz nach Limburg können wir die Regensachen ausziehen und noch die paar Meter nach Niederbrechen rollen. Dort essen wir eine Kleinigkeit und verabschieden uns von Peter, der uns prima unterstützt hat.

Burkhard und ich fahren bis Walsdorf zusammen und trennen uns dann. Es hat mit euch großen Spaß gemacht – gerne wieder!